Energiequartier

Klimaschutz in Hannover

Die Landeshauptstadt Hannover steht zu der Verantwortung, ihren Teil zur Energiewende und zum Klimaschutz beizutragen. Denn Treibhausgase wie Kohlenstoffdioxid (CO2) sind der Auslöser für den durch den Menschen verursachten Klimawandel. Die Folgen des Klimawandels sind allgemein bekannt: Aufgrund steigender Durchschnittstemperaturen schmelzen die Polkappen und die Meeresspiegel steigen. Das gesamte Weltklima ist im Wandel und auch lokal – hier in Hannover – sind bzw. werden die Folgen des Klimawandels merkbar. So sind und werden Extremwetterereignisse (z.B. Starkregenereignisse oder Hitzeperioden) zum einen häufiger und in kürzeren Abständen auftreten, zum anderen werden sie heftiger ausfallen.

CO2

Um das Klima zu schützen haben sich Landeshauptstadt und Region Hannover das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 (nahe zu) klimaneutral sein – also ihre CO2-Emissionen und Energieverbrauch auf ein Minimum zu reduzieren. Das bedeutet, dass in Stadt und Region Hannover vom Jahr 1990 ausgehend der CO2-Ausstoß um 95 % reduziert und der Energieverbrauch halbiert werden soll. Details hierzu können Sie im „Masterplan 100 % für den Klimaschutz“ nachlesen.

Auch die privaten Haushalte – also die selbstnutzenden Hauseigentümerinnen und -eigentümer, Mieterinnen und Mieter sowie Wohnungswirtschaft und Vermieterinnen und Vermieter – spielen eine wichtige Rolle bei der Umsetzung des Klimaschutzziels. Derzeit (2011) sind private Haushalte für 20 % der CO2-Emissionen in der Stadt Hannover verantwortlich. Weitere 19 % entfallen auf den Verkehr und 61 % auf die Wirtschaft.
In den vergangenen Jahren (1990-2011) haben die Hannoverschen Privathaushalte ihren Energieverbrauch bereits um 22 % reduziert und damit ihre CO2-Emissionen um 18 % gesenkt. Erreicht wurde dies insbesondere dadurch, dass weniger Heizenergie verbraucht wurde. Die Frage stellt sich, ob mit dieser positiven Entwicklung das Maximum erreicht wurde oder ob der Trend fortgesetzt ggf. sogar noch gesteigert werden kann.

EnergieHannoverEnergieverbrauch

 

 

 

 

 

 

Dabei liegt das größte Energieeinsparungspotenzial in der Beheizung der Wohnräume, denn zweidrittel der in privaten Haushalten aufgewendeten Energie entfällt auf die Raumwärme. Die Warmwasserbereitung und Elektrogeräte fallen mit jeweils 12 % ins Gewicht und die Beleuchtung macht 1 % des Energieverbrauchs im Haushalt aus.
Das Einsparpotenzial kann zum einen durch eine effiziente Heiztechnik und zum anderen durch eine gedämmte Gebäudehülle ausgeschöpft werden. Die Heiztechnik ist derart zu optimieren, dass wenig Energie notwendig ist, um Räume auf eine angenehme Wohntemperatur zu beheizen. Die Gebäudehülle ist so zu gestalten, dass die Wärme im Gebäudeinneren bleibt und nicht unkontrolliert nach außen entweicht. Die dann noch benötigte Energie sollte bestenfalls aus erneuerbaren Quellen (z.B. Wind, Sonne, Biomasse, Erdwärme) stammen, da diese im Gegensatz zu fossilen Energieträgern (z.B. Öl, Kohle) CO2-neutral sind.


Weitere Informationen

CO2Landeshauptstadt und Region Hannover: CO2-Bilanz
http://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Umwelt/Klimaschutz-Energie/CO2-Bilanz/CO2-Bilanz-der-Stadt-Hannover-ver%C3%B6ffentlicht (Link)

 

 

MasterplanLandeshauptstadt und Region Hannover: Masterplan 100 % für den Klimaschutz
http://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Umwelt/Klimaschutz-Energie/Klimaschutzregion-Hannover/Masterplan-100-f%C3%BCr-den-Klimaschutz (Link)